Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Juli 2026

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Dienste von FastWall (Dunja Al-Kuwaiti, Germaniastraße 148, 45355 Essen — nachfolgend „Anbieter“) mit seinen Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher als auch an Unternehmer. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

§ 2 Leistungen

(1) Der Anbieter bietet insbesondere folgende Leistungen an:

Security Shield — laufender Schutz für Websites und Web-Anwendungen (u. a. Web Application Firewall, Bot-Schutz, Rate-Limiting, DDoS-Abwehr), abgerechnet als monatliches Abonnement.
Security Checks — einmalige Sicherheitsanalysen von Websites, Web-Anwendungen, APIs oder Mobile Apps mit anschließendem Bericht.
Captcha — Bot-Erkennung für Formulare und Logins.

(2) IT-Sicherheit ist ein fortlaufender Prozess. Der Anbieter schuldet die sorgfältige Erbringung der beschriebenen Schutz- und Prüfleistungen nach dem Stand der Technik, jedoch keinen Erfolg dahingehend, dass sämtliche Angriffe abgewehrt oder sämtliche Schwachstellen erkannt werden. Absolute Sicherheit kann kein Anbieter garantieren.

(3) Der Anbieter ist bemüht, eine Verfügbarkeit der laufenden Schutzdienste von 99 % im Jahresmittel zu erreichen. Hiervon ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Durch Abschluss des Bestellvorgangs im Kundenkonto gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit der Bestellbestätigung bzw. mit der Freischaltung der Leistung zustande.

(2) Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext wird gespeichert; der Kunde kann seine Bestellungen im Kundenkonto einsehen.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern nicht anders ausgewiesen.

(2) Die Zahlung erfolgt über die angebotenen Zahlungsdienstleister (Stripe, PayPal). Abonnements werden monatlich im Voraus abgerechnet, Einzelleistungen mit Bestellung.

(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, die Leistung nach vorheriger Ankündigung auszusetzen, bis der offene Betrag beglichen ist.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Abonnements haben eine Laufzeit von einem Monat und verlängern sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, wenn sie nicht vor Ende der laufenden Abrechnungsperiode gekündigt werden.

(2) Die Kündigung ist jederzeit ohne Einhaltung einer Frist zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich und kann direkt im Kundenkonto (Bereich „Abrechnung“) erklärt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 6 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die dem Kunden im Bestellprozess mitgeteilt wird.

(2) Bei Einzelleistungen (z. B. Security Checks) erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter die Leistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde darf nur Domains, Systeme und Anwendungen schützen oder prüfen lassen, deren Inhaber er ist oder für die er eine ausdrückliche Berechtigung des Inhabers besitzt. Sicherheits-Scans auf fremden Systemen ohne Berechtigung sind untersagt.

(2) Der Kunde hält Zugangsdaten und API-Schlüssel geheim und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch.

(3) Der Kunde stellt sicher, dass durch die Nutzung der Dienste keine Rechte Dritter und keine gesetzlichen Vorschriften verletzt werden. Bei schwerwiegenden Verstößen ist der Anbieter berechtigt, die Leistung zu sperren.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die dadurch entstehen, dass Angriffe trotz vertragsgemäßer Leistungserbringung nicht erkannt oder abgewehrt wurden, oder die auf unsachgemäßer Konfiguration durch den Kunden beruhen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter beim Betrieb der Schutzdienste personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO als Bestandteil des Vertrags.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaats entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.